1935 - 1945

Wie viele andere deutsche Unternehmen war auch NORIS durch das NS Regime gezwungen in der Zeit von 1935 bis 1945 deutsche Arbeiter für den Kriegseinsatz freizustellen und Arbeiter aus dem Ausland anzulernen bzw. Kriegsgefangene zu beschäftigen. Während der Fliegerangriffe 1944 wurden Teile der Produktion in die ländliche Region Nürnbergs nach Wunsiedel ausgelagert bzw. in einen Bunker in die Nachbarstadt Fürth, um die Zerstörung der Betriebsmittel und Produktionsausfälle zu vermeiden. Am 15.04.1945 musste die Fabrik endgültig schließen. Bei den anschließenden Kämpfen um Nürnberg wurden 75% des Fabrikgebäudes zerstört.



Unmittelbar nach dem Kriegsende im Mai 1945 beantragte Ernst Schmidmer bereits die Wiederanlaufgenehmigung bei der Industrie und Handelskammer in Nürnberg, die benötigt wurde, um den Betrieb wieder aufnehmen zu können. Die Aufräumarbeiten in den zerstörten Gebäudekomplexen begannen noch im gleichen Monat. Zunächst wurde das Erdgeschoss des Fabrikgebäudes instandgesetzt. Im September 1945 war der Wiederaufbau soweit fortgeschritten, dass die zuvor nach Wunsiedel und Fürth verlagerten Betriebsmittel wieder an den Standort in Nürnberg zurückverlegt werden konnten. Im April 1946 erfolgte schließlich die Arbeitsgenehmigung durch die Landesstelle für Feinmechanik und Optik.

[zurück]